Schulessen

Während der starken Dürre im Frühjahr 2016 hatten viele Schülerinnen und Schüler* Probleme, die langen Fußwege zu unserer Partnerschule in Nkhoma, (teilweise bis zu 5 km) zu schaffen. Zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern entschieden wir, eine Mittagsmahlzeit für diese Schülerinnen und Schüler anzubieten.

 

Im Video erklärt der Schulleiter Herbert Mmala die Notwendigkeit des Schulessens

 

Kaum wurde das Schulessen eingeführt, füllten sich die Klassenräume wieder und die Schülerinnen und Schüler lernten motivierter und konzentrierter als je zuvor: Die Mahlzeiten aus Mais und lokalem Gemüse und gelegentlich Eiern schafft Kraft und Energie für den Nachmittagsunterricht. Dies schlägt sich seitdem auch an stetig steigenden Prüfungsergebnissen nieder. Da dieses Programm so gut von Lehrerschaft und Schulgemeinschaft angenommen wurde, entschieden wir, das Programm nach Ende der Hungersnot weiterzuführen, führten aber einen Eigenanteil der Eltern ein. Um die Abhängigkeit unserer Hilfe weiter zu reduzieren, reduzieren wir unsere Unterstützung seitdem. Ein momentan geplanter Schulgarten wird weiterhin helfen, die Nachhaltigkeit dieses Programms weiter zu steigern.

Wie bei unseren anderen Programmen spielt Transparenz eine große Rolle. So kontrollieren wir die Rechnungen genau und prüfen die Nahrungsmittelpreise anhand von unabhängigen Quellen, wie Zeitungen oder Datenbanken des Welternährungsprogramms.

Als Nebeneffekt beobachten wir, dass das Programm unserer Partnerschule wichtige Stabilität bei Wirtschafts- und Hungerkrisen geben kann: Bei schlechten Ernten steigen nicht nur die Preise für Lebensmittel, sondern haben auch viele Familien Probleme, die Schulgebühren nicht bezahlen. Die verlässliche Unterstützung aus Deutschland half die Ernährungssituation zu sichern und den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.



* Das Schulessenprogramm bezieht sich lediglich auf die Schülerinnen und Schüler, die nicht in den Internatsräumen wohnen. Die Internatsschülerinnen/-schüler (u.a. unsere Patenschülerinnen/-schüler) bekommen ohnehin drei tägliche Mahlzeiten.