Verbot

Nkhoma – Patenschaften: Verbot für Eigenfinanzierungen der Schulen

Eine Reform mit Nebenwirkungen: Die Schulgebühren in Nkhoma setzten sich aus Gebühren für den Internatsbesuch einerseits und allgemeinen Schulgebühren, sogenannten „Development Fees“ zusammen. Letztere sind gedacht zum Beispiel für Schulentwicklung oder Verbrauchsmaterialien.
Als „Wahlgeschenk“ hat die Regierung den Schulen verboten, die „Development Fees“ zu erheben. Die Regierung hatte stattdessen versprochen, den Schulen die „Development Fees“ zu erstatten. In den vergangenen zwei Trimestern wurden diese Erstattungen aber nur verspätet und nicht in voller Höhe geleistet. Eine Finanzierungslücke bleibt.
Da außerdem die Kosten für den Internatsbesuch unserer Patenschüler:innen parallel gestiegen sind, verringern sich unsere Kosten in Saldo nicht. Deshalb können wir die Patengebühr von 240 € nicht anpassen.

Uns ist es dennoch wichtig, weiterhin transparent gegenüber unseren Pat:innen zu informieren, wofür die Patengebühren verwendet werden: Wir nutzen das Geld, um die Unterkunft in der Schule inkl. der 3 täglichen Mahlzeiten zu finanzieren. Dies ist notwendig, weil die Schüler:innen i. d. R. aus entlegenen Dörfern kommen und für den Schulbesuch einen > 10 km Fußweg (hin und zurück) auf sich nehmen müssten, den sie ohne Internatsaufenthalt nur unregelmäßig bewältigen würden. Auch gibt es in den Dörfern kaum Schutz für die Schülerinnen vor sexueller Gewalt und frühen Schwangerschaften; nicht zuletzt ist die Ernährungssituation instabil. Deshalb ist Ihre Unterstützung gerade jetzt sehr wichtig.

Leider konnten wir aktuell aufgrund fehlender Mittel das laufende Food-Programm in Nkhoma, das allen Schüler:innen, ob mit Patenschaft oder ohne, eine Mittagsmahlzeit garantiert, nicht fortführen. Etliche Sponsor:innen wurden schon gefunden und so können wir nach den Ferien dieses Angebot wieder starten.

Wir suchen langfristig Unterstützer:innen für das Projekt – mit vollem Bauch lernt es sich besser.

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