Antworten auf häufig gestellte Fragen

Andere Hilfsorganisationen unterstützen häufig Schüler:innen in Grundschulen in Entwicklungsländern. Der weitaus größere Bedarf besteht in Malawi aber im Bereich der weiterführenden Schulen.
Mit Ihrer Spende unterstützen wir daher zurzeit zwei weiterführende Schulen in Malawi. Die erste Schule ist in Nkhoma, die zweite ist in Kalumba. Beide Städte liegen nicht weit entfernt zur Hauptstadt Lilongwe.
Die Schule in Nkhoma unterstützen wir seit 2006. Sie ist in ihrer Entwicklung sehr weit und kann als Vorzeigemodell gelten.
Die Schule in Kalumba fördern wir erst seit 2020. Hier herrscht noch großer Bedarf.
Beiden Schulen helfen wir, die Schule selbst weiter aufzubauen. Daneben helfen wir auch den Schülern soweit es uns möglich ist.

In den beiden von uns geförderten Schulen gibt es Bauprojekte, es werden auch Möbel, Bücher und Lehrmaterial angeschafft.

Daneben fördern wir bedürftige Schüler, indem wir ihre Schulgelder übernehmen. Da sie häufig weit entfernt zur Schule wohnen, können sie von uns ein Mittagessen erhalten. Mädchen stellen wir während ihrer Periode Hygieneprodukte und Medikamente zur Verfügung.

Schulgelder werden direkt auf das Konto der Schule überwiesen. Daraus begleichen wir die von der Schule festgesetzten Schulgebühren. Ein kleiner Teil der Gebühren geht an die Regierung, die damit die Lehrergehälter bezahlt.

Die Organisation vor Ort übernimmt die Schulleitung. Die Elternvereinigung sowie Rechnungsprüfer der Regierung kontrollieren den korrekten Ablauf.

Zur Prüfung erhalten wir die Originalbelege bei unseren jährlichen Besuchen, wo wir auch die Bücher der Schule sichten. In Gesprächen mit einzelnen Patenschüler:innen vor Ort bekommen wir häufig auf gezielte Fragen weitere Informationen und Bestätigungen.

In unserem kleinen Verein sind ausschließlich Ehrenamtliche tätig. Das ist der Hauptgrund dafür, dass wir mit extrem geringen Verwaltungskosten arbeiten. In den letzten 6 Jahren waren das durchschnittlich nur 0,9% des Spendenvolumens. Der Prozentsatz ist in diesem Zeitraum zudem stetig von 2,1% auf 0,6% gesunken. Das heißt, in den letzten 6 Jahren flossen mehr als 99% der Spenden in die Unterstützung von Schulen und Schüler:innen in Malawi.

Das war nur möglich, weil alle Mitglieder auf die Erstattung von persönlich übernommenen Kosten verzichten. Sogar Reisekosten für unsere Besuche in Malawi werden häufig von den reisenden Vereinsmitgliedern selbst getragen und nicht aus den Spenden finanziert.

Auf lokaler Ebene arbeiten wir häufig mit den Lehrern und der Schulleitung der jeweiligen Partnerschule zusammen. Zusammen mit diesen werden kontinuierlich Projekte, die Patenschaften oder die Schulspeisungen geplant und umgesetzt.

Beispiele für umfänglichere Projekte sind der Bau der Bibiothek in Nkhoma oder der Bau des Klassenraums in Kalumba.
Solche Projekte werden zusätzlich von einem (malawischen) Supervisor begleitet, der uns bei der Beratung, Beauftragung und Rechnungslegung unterstützt. Diese Supervisor sind unabhängig von der Schule und verringern so die Risiken von Korruption und Diebstahl. Sie überprüfen auch die Qualität der Arbeit der Bauleiter, die selbst ebenfalls unabhängig sind.

Eigenes deutsches Personal haben wir nicht vor Ort. Wir glauben, dass Malawier die Durchführung von Projekten besser und nachhaltiger ausführen können als aus Deutschland eingeflogene Fachkräfte oder Freiwillige. Die Erfahrung hat häufig gezeigt, dass die Verantwortlichen vor Ort das größte Interesse am Erfolg der Projekte haben.

Natürlich besteht mit unseren Ansprechpartnern in Malawi ein intensiver Austausch über E-Mail, Telefon und soziale Medien. Darüber hinaus informieren wir uns im Detail durch unsere Besuche vor Ort.

Einmal jährlich besuchen mindestens zwei Mitglieder des Vereins die Partnerschulen. Eine Ausnahme war allein die Zeit der Corona-Pandemie. Unsere Reisen werden dabei nicht aus Spenden, sondern durch Eigenanteile finanziert.

Bei den Reisen geht es darum, die von uns finanzierten, bzw. mitfinanzierten Projekte und Materialien zu begutachten und zu evaluieren. Dabei werden auch die Originalquittungen und Rechnungen übergeben und von uns eingesehen. Im Vorfeld haben wir Kostenvoranschläge und Rechnungen als Kopien übermittelt bekommen, die wir dann gegenprüfen. Das Abgleichen der Quittungen nimmt immer einen beträchtlichen Zeitumfang bei diesen Reisen ein.

Wichtig sind die persönlichen Kontakte, vor allem um die Schüler:innen, Lehrer:innen und die Mitglieder der örtlichen Verwaltungsgremien kennenzulernen. Letztere haben eine gewichtige Stimme bei der Planung von Projekten und deren Finanzierung. Sie stellen ggf. auch Materialien bereit, die vor Ort gefertigt werden können. Dies kann in einzelnen Fällen eine nicht unerhebliche Kostenreduzierung bedeuten.

Ja. Spenden können Sie in voller Höhe steuerlich absetzen. Die Gemeinnützigkeit ist mehrmals vom Finanzamt Köln-Süd bestätigt worden und kann auf Wunsch eingesehen werden.

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten zu zahlen: Entweder per Überweisung oder durch Nutzung unseres Zahlungs-Dienstleisters. Als Zahlungs-Dienstleister nutzen wir zurzeit den Dienst Betterplace.
Dabei sind Ihre Daten in jedem Fall sicher, da sie mit SSL verschlüsselt werden.
In beiden Fällen können Sie uns eine Einzelspende oder (besser) eine regelmässige Zahlung zukommen lassen.

Bei der Unterstützung der Schüler:innen sind uns folgende Hilfen besonders wichtig:
– die Patenschaftenschaft für eine(n) Schüler:in
– die Unterstützung von Mädchen während der Periode
– Schüler:innen ein täglichen Essen zu ermöglichen.
Sie wollen eine Spende gezielt für eines der genannten Felder geben? Dann ist eine regelmäßige (monatliche oder jährliche) Spende häufig sinnvoller.
Im Menü „Ziele“ unserer Website können Sie zu jedem der genannten Hilfestellungen eine weiterführende Informationsseite aufrufen. Unten auf der Seite finden Sie dann ein spezielles Formular, passend zum jeweiligen Ziel.

Wenn Sie uns eine Spende per Überweisung zukommen lassen, benötigen wir zumindest Ihren Namen, Vornamen und Ihre E-Mail-Adresse, um Ihnen eine Spendenquittung zuzusenden.
Sie finden auf verschiedenen Seiten unserer Website ein Kontaktformular, mit dem Sie uns diese Information zusenden können, z.B. hier. Sobald Ihre Spende eingegangen ist, erhalten Sie von uns kurzfristig die Spendenquittung.
Wenn Sie keine Überweisung, sondern den Weg über unseren Zahlungsdienstleister nutzen, erhalten Sie auch von diesem eine Spendenquittung, wenn Sie im Kommentarfeld der Überweisung Ihre Kontaktdaten angeben. Das sind ebenfalls Name, Vorname und E-Mail-Adresse. Betterplace leitet diese Daten nicht an uns weiter. Bedenken Sie bitte, dass Betterplace für die Bearbeitung Gebühren erhebt. Wir empfehlen deswegen, eine Überweisung zu nutzen.

FAQ - Antworten auf die 12 häufigsten Fragen. Bild einiger Schüler aus Nkhoma.

Ja – möglich und erwünscht. Die Patenschüler:innen schreiben während unseres jährlichen Besuchs Briefe häufig an ihre Pat:innen in Deutschland, gleichzeitig können Pat:innen uns bei unserer nächsten Reise Briefe an die Patenschüler:innen mitgeben. Alternativ dazu können wir auch versuchen, Nachrichten an die Patenschüler per Internet zu übermitteln. Der Schriftwechsel sollte möglichst in einfachem Englisch geschrieben werden, da viele – besonders die jüngeren Patenschüler:innen – noch Schwierigkeiten mit der offiziellen Amtssprache Englisch haben.

Ja. Die Pat:innen können im Patenformular aussuchen, ob sie einen Schüler oder eine Schülerin fördern möchten. Da unserem Verein und der Schule vor Ort Frauen- und Mädchenförderung sehr wichtig ist, unterstützen wir mehr Patenschülerinnen als -schüler.

Die Patenschüler:innen werden nach der Grundschule (Primary School) entsprechend ihrer Abschlüsse von der Regierung für eine weiterführende Sekundarschule vorgeschlagen. Unsere Patenschüler:innen werden, nach ihrer Zuweisung zur CDSS Nkhoma, von dem Schulkommittee auf ihre Bedürftigkeit durch die Lehrer, örtlichen Autoritäten und den Rektor ausgewählt. Dies geschieht nach einem bewährten Auswahlsystem, das in einer Satzung kodifiziert ist.

Ein bestandenes Abschlussexamen berechtigt zum Besuch einer Universität in Malawi. Die besten Absolventen haben eine gute Chance, an einer Universität angenommen zu werden. Einige unserer ehemaligen Patenschüler:innen haben so einen Universitätsabschluss erlangt oder studieren momentan. Die Studiengebühren sind allerdings sehr hoch. An öffentlichen Universitäten gibt es ein – dem deutschen BaföG-System ähnelndem – Studienkreditsystem. Dazu gibt es weitere Träger, die Stipendien vergeben.

Allein der Besuch einer Sekundarschule bedeutet für die Jugendlichen einen unglaublichen Bildungsaufstieg. Häufig sind die Eltern sind Analphabeten und die Patenschüler:innen sind vielfach die Ersten aus ihrem ganzen Dorf, die eine weiterführende Schule besuchen. Wir sehen den größten Gewinn eines Schulbesuches darin, dass die Jugendlichen der bitteren Armut der Dörfer entfliehen können, indem sie einen anderen Beruf als den des Kleinbauern ergreifen. Selbst wenn sie in die Dörfer zurückkehren, sind sie in vielen Fragen aufgeklärt über Krankheiten und Hygiene und haben in der Schule mehr über Techniken in der Landwirtschaft gelernt.