Willkommen auf unserer Homepage!

Wir sind ein kleiner gemeinnütziger Verein am Kölner Gymnasium Rodenkirchen, der seit über 15 Jahren Sekundarschulen in Malawi, Südostafrika, fördert. Wir vermitteln Patenschaften von bedürftigen Jugendlichen, deren Familien die Schulgebühren nicht bezahlen können. Außerdem unterstützen wir zwei Partnerschulen bei Bauprojekten und Anschaffungen um die Lehr- und Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.

Schülerinnen und Schüler

 

Erosionsprojekt in Nkhoma erfolgreich abgeschlossen

So wie hier links zu sehen ist, sahen viele Teile des Schulgeländes noch bis September 2020 aus - Steine waren lose, Treppen kaputt und Gebäude schlecht gegen Erosion abgesichert. In einem Land mit starken Regenfällen zwischen Dezember und März und in der Vergangenheit gelegentlichen Überflutungen und Landrutschen ein latentes Risiko. In weniger als zwei Monaten wurden Fundamente befestigt, eine Treppe mit Rollstuhlrampe gebaut, Ablaufrinnen geschaffen, Böschungsbefestigungen entstanden, und der Boden für Randbepflanzungen wurde vorbereitet.

Dies alles kann man dem Bild rechts entnehmen. Nun ist die Schule für die Regenzeit gewappnet! Für den Lehrer Kilion Mgawi, der im Rollstuhl sitzt, ist das Projekt besonders wichtig, er musste früher von Schülern getragen werden: "Ich bin sehr glücklich, ich kann mich erstmals frei bewegen. Und es ist wichtig, dass wir die Erosion endlich unter Kontrolle bekommen. Dieses Projekt verändert die Schule nachhaltig!"

Durch eine Spendenaktion unter unseren Förderern haben Sponsoren diese Baumaßnahme ermöglicht! Mit ca. 5.000 € Baukosten haben sie die Hauptlast getragen, ein Zuschuss vom Verein und Eigenleistung der Schule in Nkhoma haben die Fertigstellung ermöglicht.

 

Renovierungen in Kalumba

Das starke Bevölkerungswachstum in Malawi und die weiterhin niedrige Zahl von Sekundarschulen – nur jeder vierter Jugendliche setzt die Ausbildung nach der Grundschule fort – führen zu einer großen Nachfrage nach Sekundarschulen. Die Regierung kann dieser Nachfrage allerdings nicht nachkommen, deshalb eröffnen Dorfgemeinschaften auf Eigeninitiative eigene Sekundarschulen. So auch in Kalumba, einer ländlichen Region in der Nähe der Hauptstadt Lilongwe. Unser langjähriger Projektlehrer Tonny Kagolo wurde zum Schulleiter berufen. So entstand auch der der Kontakt zum Verein.

 

Die Schule öffnete im Januar für die ersten 15 Schülerinnen und Schüler in zwei heruntergekommenen alten Klassenräumen einer benachbarten Grundschule. Es gab keine Toiletten, Bücher, oder andere Lehrmaterialien, Elektrizität oder Möbel. Unser Verein unterstützt die Schule dabei, wenigstens die notwendigsten Sachen zu beschaffen. So haben wir im Frühling bereits den Kauf von Büchern und Unterrichtmaterialien ermöglicht.

 

Im September folgten weitere Maßnahmen: Renovierungsarbeiten der Innenräume, der Außenfassaden, Installation von Türen, Fenstern, sowie die Installation von Elektrizität finanziell unterstützt. Die Schulgemeinschaft ist glücklich, dass jetzt Unterricht in ordentlichen Räumlichkeiten möglich ist.

 

Situation der Corona-Pandemie in Malawi

Wie viele Entwicklungsländer wird auch Malawi hart von der Corona-Pandemie getroffen. Das Land hat mehr als 6000 offiziell bestätigte Infektionen und 190 Tote zu verzeichnen. (Quelle: John-Hopkins-Universität; abgerufen am 02.01.2021). Die Dunkelziffer wird wahrscheinlich um ein Vielfaches höher sein, da das systematische Durchführen von Tests in Malawi mangels Testkitts, medizinischem Personal und Laboren fast unmöglich ist. Um die Pandemie zu bekämpfen, hat die Regierung Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen im März geschlossen. Schulen sind  erst wieder seit September mit Hygienebeschränkungen für Abschlussklassen geöffnet.

 

Auch die Folgeeffekte sind für Malawi eine Katastrophe. Als Binnenstaat sind geschlossene Grenzen eine große Herausforderung, denn der Transport wichtiger Güter wird sehr erschwert. Durch die mangelnden Exporteinnahmen (Ausfuhr von Tee und Tabak) sowie wegbleibende Touristen werden auch Devisen knapp: Die malawische Regierung hat bereits Nothilfeprogramme bei dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank angefragt – andere Länder im südlichen Afrika wie Sambia, Simbabwe und Südafrika stehen bereits am Rande eines Staatsbankrotts. Die Ärmsten der Bevölkerung, Straßenhändler, Tagelöhner und  viele Familien unserer Patenschüler, sind am härtesten von den Ausgangssperren betroffen, da sie oft über keine Rücklagen verfügen.

Auch die Erfolge in der Malariabekämpfung der letzten 20 Jahre stehen auf dem Spiel. Durch den starken Fokus von Entwicklungsorganisationen auf das Coronavirus rechnet die WHO damit, dass sich die Zahl der Malariatoten in Afrika in 2020 auf über 700.000 (!) verdoppeln könnte.

 

Auswirkungen auf unsere Projektarbeit in Malawi

Die Bekämpfung des Virus ist in einem Entwicklungsland eine riesige Herausforderung: Eine räumliche Trennung Erkrankter ist in den beengten Hütten vieler Familien sehr schwierig. Persönliche Hygiene ist ohne fließendes Wasser eine große Herausforderung. Viele Familien verfügen noch nicht einmal über Seife.

Wenigstens das letzte Problem versuchen wir zu lindern: Die Familien der Patenschülerinnen und -schüler und weitere Bedürftige der Schulgemeinde versorgen wir mit Hilfe der Lehrer unserer Partnerschule in Nkhoma mit Seife (s. Foto unten). In Videos bedankten sich die Patenschülerinnen und -schüler, auch im Namen der Eltern, für die Spende ganz herzlich.

 

Seifenspende

 

Wegen dem Coronavirus wurden die Partnerschulen wurden zwischen März und September geschlossen. Die ursprünglich im Juli stattfindenden Abschlussprüfungen wurden auf Oktober verschoben und die verpasste Schulzeit soll durch kürzere Ferien 2020 und 2021 aufgeholt werden. Nachdem unsere Partnerschule in Nkhoma durch ausbleibende Schulgebühren Gefahr lief, Gehälter nicht zahlen zu können, haben wir unsere Schulgelder vorher überwiesen.

 

Fiebermessung

Handwaesche

 

Anfang September wurde an unserer Partnerschule in Nkhoma der Schulbetrieb teilweise wieder aufgenommen. Wie man hier sehen kann, unter den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen.
[Aktualisiert am 29.09.2020
]

 

100 neue Tische für unsere Partnerschule in Nkhoma

Auf Bitten der Schulleitung in Nkhoma haben wir 100 neue Doppeltische finanziert - vorher mussten die Schülerinnen und Schüler auf dem Boden oder auf Plastikstühlen (ohne Tisch) sitzen. Mit der neuen Tisch-Bank-Kombination (s. Foto) können die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mitschreiben. Auch Prüfungen gestalten sich mit einer Schreibunterlage deutlich einfacher. Im Namen der Schülerinnen, Schüler und des Kollegiums vielen Dank für die Unterstützung!

 

Klassenraum mit neuen TischenKlassenraum mit neuen Tischen 

 

Bibliothek in Nkhoma fertiggestellt

Nach anderthalb Jahren wurde im Dezember 2018 der Bau der Bibliothek unserer Partnerschule in Nkhoma erfolgreich abgeschlossen!

Dank der Hilfe der SpenderInnen aus Deutschland haben die SchülerInnen nun erstmals die Möglichkeit in einem neuen großen und hellen Lesesaal Bücher auszuleihen und konzentriert arbeiten zu können. Das Gebäude bietet auf 250m² viel Lagerplatz für Bücher die von der Regierung zwar gestellt worden, allerdings wegen mangelndem Regalplatz in der alten Bibliothek nicht genutzt werden konnten. Der Bau ist mit schweren Türen gegen Diebstahl und mit Schutz gegen Erosion ausgestattet. Insgesamt 160 Stühle, zehn Tische und acht Regale wurden ebenfalls angeschafft.

Die neue Bibliothek

Die Schule hat aus eigenen Mitteln einen Bibliothekar angestellt, sodass die Bibliothek unabhängig von der Verfügbarkeit der Lehrerinnen und Lehrer geöffnet ist.

Die Verantwortlichen vor Ort sind überglücklich über die Fertigstellung der Bibliothek. Der Schulleiter, Herbert Mmala drückt die Dankbarkeit der Schulgemeinschaft aus: „We are really grateful for the financial assistance you have rendered to us to make this dream a reality, we don't take it for granted”.

Bibliothek innen

Unser Bauleiter, January Wengawenga, schreibt uns: „Finishing the library and leaving it in a great shape as it looks now is a remarkable achievement for us all. […] Thanks to your commitment and goodwill”.

 

Vielen Dank an alle, die dieses bedeutende Projekt möglich gemacht haben!

Wenn Sie Bildung in Malawi unterstützen wollen, können Sie uns online per Kreditkarte, PayPal oder Bankeinzug spenden.

Oder Sie spenden direkt über unser Konto:
Von Schule zu Schule Köln/Malawi, IBAN: DE93 5003 1000 1025 7060 01, BIC: TRODDEF1
bei der Triodos Bank N.V. Deutschland

Spenden bis einschließlich 200 Euro können ohne Spendenbescheinigung geltend gemacht werden.
Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe

    Wir sind gespannt und freuen uns auf Sie!